What an amazing start in to 2016

Welcome to 2016.

After a quite extensive boot maintenance, which took two weeks longer to get NisPuck ready for the season as expected, we have been rewarded by an amazing three days sailing trip with a real team sense.

Before we go into the sailing experience I would like send a big thank you and appreciation  to the Kiesow Bootsmotoren Team from Kappeln.

http://www.kiesowbootsmotoren.de

I have never worked in my boots life with such a professional reliable service company. A big thank you as well to the owner Mr. Kelnberger for his consultancy and advice identifying the new propeller for NisPuck.

Beside the engine maintenance and a new propeller, NisPuck received a Spa treatment for his battery system with 5 new batteries and a new charging module providing professional charging standard.

Further a repair of the backstay tightener. The winches have been massages with fresh salt water resistant grease as well 🙂

Winch

Further we installed a new cooker system and a LED upgrade of the reading light system.

reading light

After all the nice treatments and upgrades, NisPuck set sails to her first sailing adventure in 2016.

Low to medium winds and sun. Perfect for a start.

With Kate, Sven and Pascal on board it was pure fun and sailing enjoyment. I am strongly looking foreword for more trips to come 🙂

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Ahoi
Alexander

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A new Underwear for NisPuck

14.05.16

NisPuck has received a brand new underwear.

The time as shown its marks and signs. The underwater surface looked rather a rag rug than shiny sheer. After 8 years of repainting at different areas,  corrosion spots came out and the paint was not longer adhesive as a consistent surface.

As we landed end of 2015 in Kappeln at the Ancker Marina, the opportunity was on the spot to talk to the Company Wrede.

Wrede is a specialist in re-working / re-furbishing of underwater areas of boats. After a professional consultancy conversation the deal was done and NisPuck received a new underwear.

Last weekend Grace, who was supporting me on getting NisPuck ready, and me could appreciate the final result of „Wredes“ work.

I can only say it was each cent worth. Excellent work from the Wrede company. From the consultancy, over the service to the quality of work just top.

Quality can be observed in the details:

  • Underwater area was blasted with quality level SA 2.5 to 3 (metal clean)
  • painted with Initial-Epoxy primer right after blasting
  • new surface build up
    • 6 painting runs Epoxy – Shield – layers
    • 2 painting runs self-polishing  Anti-fouling Seajet 033 – green
    • 2 painting runs self-polishing Anti-Fouling Seajet 033 – anthrazit
  • Quality standard: Heavy corrosion protection
  • Dry layer thickness min. 350ym

And the results looks also really nice and just as new:

Neues Unterwasserschiff Wrede 1 Neues Unterwasserschiff Wrede 2 Neues Unterwasseschiff Wrede 3 Neuer Unterwasserschiff Wrede 4

Ahoi

Alexander

 

 

Das erste Mal „richtiges“ Segeln

Spontan hat mich Alex bei einem unserer Meetings gefragt, ob ich nicht Lust hätte mich einem seiner Segelturns anzuschließen. Eigentlich aus der Motorboot Ecke kommend (zumindest auf dem Papier besitze ich die Erlaubnis und Fähigkeit ein Motorboot zu steuern), wollte ich das Segeln schon immer einmal näher kennenlernen. Hinzukommt, dass nicht wenige aus meinem Bekanntenkreis gerne Segeln und auch meine Freundin einer Seglerfamilie entstammt.

Gesagt getan, mein erster “richtiger“ Segelturn wurde für Juni 2015 beschlossen. Erster “richtiger“ Segelturn, weil ich bereits 2 Wochen zuvor einen 1-wöchigen Katamaran Trip mit 5 Freunden in Griechenland hinter mich gebracht hatte. Ohne wirklichen Wind und für die “Arbeit“ einen Skipper engagiert, handelte es sich hier allerdings eher um eine Art Wellness-Segeln, bei dem die größte Herausforderung darin bestand, dem Skipper rechtzeitig das Ablegebier zu reichen und dabei sein eigenes nicht zu vergessen. Einfach, gemütlich, aber nicht sonderlich fordernd…

Im Gegensatz dazu wurde die Segelwoche auf der Nis Puck spannend, herausfordernd und lehrreich, was nicht anders zu erwarten war, wenn man sich auf ein Schiff mit zwei ausgebildeten Coaches begibt 🙂

Mit an Bord Claudia, Alex´ Freundin, die sich ebenfalls noch in der Decksfrettchen-Ausbildung befindet, mir allerdings in Theorie und Praxis schon um einiges voraus war. So konnte mir Claudia die wichtigsten Knoten (Fender, Palstek, Kreuz) sowie alles Notwendige zum “Hübsch machen“ beibringen, eine Kunst die darin besteht, sämtliches Tauwerk, Segel und Verkleidungen nach Anlegen so zu verknoten und zu verstauen, dass das Segelschiff anschließend sowohl aus funktionaler als auch ästhetischer Sicht den kritischen Blicken des Skippers standhalten kann.

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Kaum 5 Minuten auf See, fragte mich Alex nach meinen Zielen/Erwartungen für diesen Segelturn. Innerlich musste ich ein wenig schmunzeln, denn auf die gleiche Art beginnt Alex auch seine Workshops auf der Arbeit: Natürlich werden zunächst die gewünschten Outcomes definiert! Arbeit färbt ab… 😉

Da ich gerne in Szenarien bzw. “was wäre wenn?“ Mustern denke, habe ich mich gefragt, was wäre eigentlich, wenn der Skipper während eines Turns auf See, plötzlich seiner Funktion nicht mehr nachkommen könnte: bewusstlos, über Bord, aus welchen Gründen auch immer. Würde ich irgendwie zurück an Land kommen?

Darum mein kühnes Ziel: Am Ende der Segelwoche in der Lage zu sein, das Schiff unter Segel (ohne Anleitung) in den nächsten Hafen zu bringen. Auch wenn wir dies nicht wirklich überprüft haben, behaupte ich am letzten Tag dazu im Stande gewesen zu sein. Vielleicht nicht nach Lehrbuch, und wahrscheinlich unter Verlust des Schiffes, aber irgendwie hätte ich das Ufer wohl erreicht.

Im Hafen Årøsund zugestiegen führte unsere Route über verschiedene kleine dänische Häfen und die Insel Lyø, die es von den angesteuerten Orten besonders zu erwähnen gilt. Verträumt, idyllisch und in sattes Grün gehüllt, läd diese 90-Seelen Insel praktisch dazu ein, sie beim Spazierengehen weiter zu erkunden. Etwas gewöhnungsbedürftig und wohl der Abgeschiedenheit und Einsamkeit der Insel geschuldet, ist neben der Natur-, auch eine gewisse Alkoholverbundenheit der Inselbewohner zu spüren gewesen, bei der sich Auswärtige allein dadurch entlarven konnten, wenn sie nicht bereits um 11 Uhr morgens das erste Bier in den Händen hielten.

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Einen Abend und einen Vormittag Theorie und Navigationskunde, tagsüber dann die Manöver praktisch durchführen, so lernt man Segeln wohl am schnellsten. Die Basis-Manöver, wie Segelsetzen, Reffen und Wenden sitzen schnell, auch wenn man sich immer wieder aufs Neue auf die nicht intuitive Steuerung einer Pinne einstellen muss.

Den mentalen aber auch physischen Herausforderungen des Segelns tagsüber stehen abends gemütliches Kochen, angeregtes Diskutieren und Gesellschaftsspiele gegenüber, sodass sich insgesamt auch eine Art Erholungs-und damit Urlaubsgefühl einstellen kann.

Die bemerkenswerteste Erkenntnis, die ich nach einer Woche Segeln gewinnen konnte ist jene, dass sich ein grundlegendes Verständnis darüber, wie das Segeln an sich funktioniert, vom Einstellen der Segel bis zum Verhalten des Schiffes bei Wind und Wetter, relativ schnell einstellt. Für jemanden wie mich, dem ein Segelschiff bisher als vollkommene Blackbox erschien, bei denen die unzähligen Taue und Schoten, die sich quer über das Schiff erstrecken, den Eindruck eines unmöglich beherrschbaren Gefährts vermittelten, ein ziemliches AHA-Erlebnis!

Liebe Grüße,

Arndt

Ein Gast an Bord (Decksfrettchen in Ausbildung – Arndt)

Letzten Sonntag kam Arndt an Bord.

Von Haus aus Motorboot geprägt jedoch auch neugierig und offen für aktiven, naturverbundenen Wassersport. Ein paar Wochen vorher war er zum ersten Mal auf einem Griechenland Turn mit ein paar Freunden und einem Profi Skipper. Bei wenig bis kein Wind gab es warmes Wetter, Baden, kalte Drinks und eine gute Zeit mit Freunden.

Nun wolltet er mal ein paar Grundkenntnisse im Segeln bekommen. Kurz in einem Satz formuliert würde er gern nach einer Woche in der Lage sein das Boot sicher ein einen Hafen zu segeln.

Also von 0 auf 70 in 1 Woche ist eine gute Herausforderung.

Wir fingen erstmal mit den Grundlagen an. Einführung in die Sicherheitstechnik / Regeln mit Schwimmwesten und Life-Belt Übergabe. Funk und Notruf, Feuerlöscher und Verhalten im Notfall. Fender Knoten und Leinen los zum Ablegen war dabei.

Dann nicht viel Theorie und Reden sondern, Leinen los und beim „Machen“ Kontext bezogen lernen. Bei angesagten 3-5 sollten wir vom Segelsetzen bis Reffen alles dabei haben. Was am Ende auch so war.
Da ich mit Claudia das Schiff im Prinzip alleine Segeln kann, kann ein Dritter quasi alles „on the job“ lernen.

In Sonderballe angekommen und fest gemacht, und nach den ersten gesegelten 18sm, kam am Abend noch Freunde auf Navigations – Theorie auf. Der Session hat sich Claudia auch gleich angeschlossen…mit anderen lernen macht doch mehr Freude und neugierig 🙂

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Wie lese ich meine Position aus der Karte ab? Wie trage ich meine Position in die Karte ein? Wie bestimme ich eine geplante Segelrichtung? Wieviel sm wären zu segeln und wie lange braucht ich wohl für die Strecke? Dies waren die ersten Fragen die zu klären waren…probieren und selber machen war dabei das Motto

Doch bevor die Theorie kam, musste noch ein Problem gelöst werden.
Als wir In Sonderbare festmachten und Strom legten stellten wir fest, dass der Strom nicht lief. Nass und etwas genervt machte ich mich auf die Suche nach einem Hafenmeister (den es wohl bei der Grösse nicht gab) oder einem Sicherungskasten den es wohl geben sollte.

Auf dem Weg zum Ufer traf ich einen Folkeboot Segler (alleine Unterwegs, und bekam meinen vollen Respekt dafür), der schon an dem Schlengel lag bevor wir kamen, und zusammen gingen wir nun auf Strom Suche. Er wusste das ein Rentnerehepaar, den Hafen betreut und dort war auch das Hafengeld zu entrichten ist. Mal schauen ob die beiden auch eine Idee mit dem Strom hatten. Und siehe da, der Hausherr legte sich munter den Mantel um und begleitete uns zum Sicherungskasten. Flink aufgeschlossen, 2 Sicherungen rein uns es sollte wieder alles laufen. Na das ging ja einfach. Also im Regen 100Meter zurück zum Boot gestapft und…nichts ging…

Also wieder zurück latschen anklingeln und noch mal das ganze von vorne. Eine Sicherung war nicht ganz hochgeschoben…das nachgeholt sollte es laufen.

Ich möchte trotz Latscherei sagen, dass das Ehepaar sehr sehr zuvorkommend war und sich lieb und nett gekümmert hat. Sie gaben uns den Klo Schlüssel, obwohl ich erst später zahlen konnte, halfen sofort ohne grosses Warten beim Strom und alles mit einem entspannten Lächeln.

Wir lagen an einem Betonschlengel mit Wind quer zum Boot. Als der Wind am Abend dann auffrischte und ich beruhigt schlafen wollte ohne Nachts in den Regen raus zu müssen, legte ich noch ein paar extra Leinen, was am Ende wie ein Spinnennetz aussah, da ich die leinen Mangels Festmacher-Punkten auf die andere Seite des Steges spannen musste. Da wir die einzigen am Ende des Steges waren bestand nur geringe Stolpergefahr für Besuche…zumindest habe ich Nachts keinen Fluchen gehört 🙂

Ahoi

Alexander

Einen Tag in Arosund (30.05.15) – Einführung ins Sportfischen

Nach der Regenbö-Überraschung am Tag zu vor mit 8Bft, heisst es heute bei Sonne-Wolken -Wetter aufstehen und einen Supermarkt suchen. Es fehlt ein wenig dies und das und ein Supermark Besuch kann man immer mit einem netten Spaziergang verbinden.

Allerdings gibt in in „Arosund“ nicht grad ein Einkaufs-Center nach dem anderen. Also erstmal herausbekommen, wo gibt es denn einen Super oder Mini oder super Mini Markt. Die Ansprüche reduzieren sich mit dem Verfügbaren 🙂

Der Klo Gang gibt Auskunft. Ein älteres Dänen Pärchen sitzt gemütlich auf der Bank vor den Klos und schaut in die Sonne. Bei Nachfrage wo es denn hier einen Supermarkt gibt, kommt mit einem etwas verständnislos erstaunten,  jedoch nachgiebigen Lächeln eine Fingerzeig auf ein grosses Plakat direkt neben ihnen mit dem Hinweis und Wegbeschreibung zum Mini-Markt auf dem Camping -Platz ca. 1,5km entfernt. Na das hätten wir auch selber sehen können…

Es gibt 2 Optionale Wege in Rot gehalten..wow was ne Auswahl 🙂

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Wir entschieden uns für die Strand Variante. Bei mittlerweile wunderbar warmer Sonne und wenig Wolken wanderten wir über den Fischereihafen zum Strand.

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und ein Selfi hinten dran:)

 

Auch wenn die Sonne nicht immer zu sehen ist und sich oft hinter Wolken versteckt, ist es ganz schön kraftvoll. Wenn ihr genau hinschaut könnt ihr das an unseren etwas wie spröden Lehm aufgeplatzten Lippen sehen…also ab morgen Sonnencreme auch wenn es bewölkt ist.

Nach einiger Zeit sahen wir einen Angler und nach ein paar Meter noch einen und noch einen…also hier muss es ein Nest geben, oder eine tolle Fischansammlung. Wir konnten bestimmt 15-20 Angler quasi in Reihe geschaltet sehen.

Die Neugierde siegte und wir sprachen den ersten an, was es denn hier geben würde.
Er gab sich redlich Mühe, konnte jedoch nur gehackt Deutsch und wir mit unserem „Manne Dak“ Dänisch kamen auch nicht weiter.

Also auf zum Nächsten…und hier war er schon..
Ein sehr netter Däne mit fast perfektem Deutsch, Angelt seit 30Jahre und erklärte uns das derzeit Meisterschaften laufen.

2er Team Contest…es gibt die Kathegorie Länge gefangener Fische aneinander gereiht und Anzahl unterschiedliche Fischarten. Für die Fischarten müsste man immer 3 von einer Sorte fangen, dann war die Kategorie voll. Wer die meisten Arten fängt, hatte diesen Contest gewonnen. Natürlich alles am Abend mit reichlich Öl ähh Bier und Geschichten…
Nebenher haben wir noch den Unterschied zwischen einer Flunder und der Dänischen Iles gelernt. Beide sehen sehr ähnlich aus, die Flunder ist nur Rau und die Ilse glatt…wow…das wird unser Leben massgeblich beeinflussen, man weiss ja nie…

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Da ich schon mal Fachleute zu fassen hatte und ich mich auf ein einsames Insel Erlebnis vorbereiten wollten, stellte ich die Frage wie ich einen Fisch am besten töte…die Antwort bekam ich auch…jedoch mit Rücksicht auf Kinder wird diese nicht veröffentlicht 🙂

Einige Minuten später und einiges an Angel Wissen reicher ging es dann doch zum Mini Mark, der direkt auf einem Camping Gelände angesiedelt war. Alles was es braucht zu kernigen Preisen…eine Goldgrube würde ich sagen, da es sonst nur andere Märkte mit dem Auto zu erreichen gab.
Kaum aus dem Mini Markt raus und einige Kronen leichter, fing es an zu giessen und wir suchten Unterschlupf in einem…hmm…wie soll ich sagen, Glas Bastel Laden…da wir grad nicht raus kamen und wir diese Zeit überbrücken und nicht einfach nur als Untersteller da stehen wollten, schauten wir uns um und liessen uns erklären was man hier machen könne. Und schon schnappte der gute Verkäufer zu…man kann hier Gläser, Glasflaschen und andere Glasgefässe designen…da es weiter regnete… und mich eine Kerzenglas ansprach, legten wir mit unserer customisten Nispuck Glaskerzen Design los…und alles selber machen war das Motto…auch das finale Glas Sandstrahlen..

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Hier der Beweis für das Hand Made Echtheitszertifikat…

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Und da steht sie nun auf unserem Tisch…was man auf einen Mini Markt Spaziergang so alles erleben kann…

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Ahoi

Alexander

Faaborg nach Aarosund Schauerböe mit 34kn (mal eine andere Sicht)

Mmmmmhm – jetzt mit einem leckeren Tee in der Hand im mummelig warmen Unterdeck kann ich mich langsam wieder aufwärmen. Ein paar leckere Kekse zur Stärkung und einfach ein paar Momente nichts tun sind gerade das richtige Rezept nach dem heutigen erlebnisreichen Turn.

Zumindest für mich als Segelneuling war er erlebnisreich.

Heute Vormittag sind wir bei entspanntem Sonnenschein und 16 Knoten aus Faarborg losgefahren. Alles war wie immer: Gemütlich abgelegt, die Segel gesetzt, aufmerksam gesteuert und schließlich, weil es so gemächlich dahin ging – haben wir „Nanny“ unsere Selbststeuerungsanlage herausgeholt.

Zur Nachmittagszeit hatte ich mir gerade einen Snack an Deck geholt und mich zum Essen hingesetzt als Alexander noch mal die Selbst-Steueranlage überprüfen und einstellen wollte… Jetzt passierte alles als hätte jemand einen Schalter umgelegt – das Boot stellte sich in den Wind, die Segel fingen laut an zu schlagen, ein riesiger Wellengang schaukelte uns ordentlich durch und das Windgetöse und Segelschlagen erzeugte eine ordentliche Geräuschkulisse.

Ok – auch mir als Anfänger war klar: „Jetzt muss das Essen erst mal weg – und wir müssen mal was machen – und zwar schnell“. Eine Regen-Wind-Böe mit 34 Knoten brachte Alexander dazu blitzschnell zu entscheiden, dass wir zunächst einmal beide Segel komplett reinholen. Die wie in einem Film ganz plötzlich veränderte Wasser-Wind-Szenerie überzeugten mich wie von alleine dass ich die Sicherheitsleine heute einmal anlege und das hat sich beim Großsegel reinholen auch irgendwie bewährt.

Jetzt habe ich das auch einmal alles erlebt. Ein sausender Wind, bei dem ein kommandierendes Anschreien die einzig mögliche Kommunikationsform ist, ein Großsegelbaum, der mit seinen schwungvollen Schlagbewegungen irgendwie den Anschein macht, als würde er Dir sagen wollen, dass er Dich von Board haben möchte, ein überflutetes Deck das abermals an die Sinnhaftigkeit dieser Sicherheitsleine erinnert, und zwischendrin dennoch den Blick auf die irgendwie beeindruckenden Naturgewalten und die riesigen Wellen.

Nach dem für mich ziemlich neuen Rutsch- und Schaukelerlebnis an Deck, dem tückischen Überraschungseffekt und dem Aktionsrausch alleine vorne an Deck war ich noch ein bisschen wie auf Droge… J

Im Grunde hielt die Böe nur kurz an, und eigentlich war nach kurzer Zeit alles wieder gut im Lot – bis auf einen konstanten Regen war alles ruhig und entspannt wie vorher… na hätte ich das einmal vor dem „Nachmittags-Adrenalinkick“ gewusst…

Jetzt um eine Erfahrung reicher in meiner jungen Seefraukarriere entspanne ich mich bei einem Tee, wärme mich auf und freue mich schon auf die nächsten ruhigeren und wilderen weiteren Turns.

Lieben Grüsse
Claudia

 

Mastal (Aro) nach Soby (Aro)

Bei etwas windigen 5-6Bft ging es von Mastal nach Soby, einem kleinen ursprünglichen Fischer / Werfthafen.

Wenig Sonne und viel Bewölkung hatte der Tag zu bieten mit einer langen 1-1.5h Fahrwasser Motoraussfahrt in Richtung Nord bis wir dann endlich Segel setzen konnten.

Zum ersten mal hatte Claudia die Gelegenheit Wellen um die 1,5 bis 2m zu kosten die ab und zu mal durchliefen. Test Bestanden..Übelkeit blieb aus 🙂

Mit der 100er Fock und 2Reffs im Gross, lief die NisPuck zwischen 5.5 und 6.3kn an er Kreuz. Weich und schiffig ging sie durch die Wellen und rumste nur selten und krachte nie. Segler von Bavaria Charter Yachten wissen wovon ich spreche 🙂

Leider haben wir auf diesem Abschnitt keine Fotos gemacht..somit bleibt es diesmal nur beim Text…

Ahoi

Alexander